Interview with German Radio

In Germany it is not allowed to home school. A journalist contacted us, because she wanted to make an interview with us for German State Radio. Here is the result:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/homeschooling-in-daenemark-ein-weltall-referat-am.976.de.html?dram:article_id=450366

Here is the radio show in text:

In der Heimschule der Familie Schou in Dänemark steht nicht nur der klassische Lernstoff auf dem Programm. Die Kinder lernen auch beim Gemüseeinkauf, im Garten oder beim Lesen von Manga-Comics. Und wer eine Pause braucht, geht aufs Trampolin.

Photo rights owned by Miriam Arndts.

Es ist 10 Uhr morgens und in der Heimschule der Familie Schou, wie sie sie selbst nennen, ist es ganz still. Die vier Kinder sind vertieft in ihre jeweiligen Tätigkeiten. Weil sie mit dem Lernstoff für dieses Schuljahr fast fertig sind, dürfen die Kinder an diesem Vormittag selbst entscheiden, womit sie sich beschäftigen.

Die 15 Jahre alte Martha zeichnet Fantasiewesen, die 12-jährige Edith bastelt an einer Tasche aus Plastikperlen, die 11-jährige Dagmar liest einen japanischen Comic. Der Jüngste, Hjalmar, schreibt Wörter in eine Reihe. Er ist sechs Jahre alt. Seine Lieblingsbeschäftigung in der Schule sei es, in seinem Arbeitsheft Wörter mit den dazugehörigen Bildern zu verbinden, erzählt er. In welche Klasse er gehe, wisse er nicht.

Mutter Vibeke Schou sitzt auch mit am Tisch, hält sich aber im Hintergrund. Die Entscheidung, die Kinder zu Hause zu unterrichten, trafen sie und ihr Mann, als ihre älteste Tochter eingeschult werden sollte.

Die Begeisterung der Kinder fürs Lernen bewahren
„Mein Mann und ich erinnerten uns an unsere Schulzeit. Und die war nicht immer rosig. Entweder musste man auf die anderen warten und langweilte sich, oder man hinkte so weit hinterher, dass man total verloren war. Ich sah mir 10 bis 20 Schulen in der Umgebung an und suchte nach einer, die ich selbst jeden Tag besuchen wollte. Diese Schule gab es nicht.

Unser Ansatz ist, dass Lernen ein großartiges Geschenk ist und wir wollen die Begeisterung in unseren Kindern bewahren. Viele Kinder freuen sich ja auf ihren ersten Schultag und darauf, etwas zu lernen. Und dann wird diese Begeisterung nach und nach ausgelöscht.“

Frau und mehrere Kinder schauen auf einen Bildschirm. (Miriam Arndts)Ihre Doppelrolle als Mutter und Lehrerin empfindet Vibeke Schou als völlig natürlich. (Miriam Arndts)

Seit zehn Jahren unterrichtet Vibeke Schou ihre Kinder zu Hause, während ihr Mann arbeitet. Abends macht er mit den Kindern manchmal physikalische und elektronische Experimente, während die ausgebildete Schneiderin Nähkurse an der Volkshochschule gibt.

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Ihre Doppelrolle als Mutter und Lehrerin empfindet Vibeke Schou als völlig natürlich. „Bei uns ist es ein bisschen so, wie es zu Beginn der Menschheit war: Die Mutter bringt den Kindern das bei, was sie fürs Leben brauchen. Für mich ist Unterrichten und Muttersein ein und dasselbe.“

Bei Familie Schou klingelt keine Pausenglocke
Hjalmar ist inzwischen in den Garten gelaufen, wo er auf einem riesigen Trampolin hüpft. Das macht er, wenn er nicht mehr still sitzen kann, erklärt seine große Schwester Martha. Bei Familie Schou klingelt keine Pausenglocke. Die Kinder nehmen sich ihre Pause, wenn sie sie brauchen.

Die Zweitjüngste, Dagmar, erzählt, dass sie gerne mal ausprobieren wollte, wie es ist, in eine normale Schule zu gehen. Also begleitete sie einen Freund einen Tag lang in die vierte Klasse. Es war sehr laut, sagt sie. Zu Hause könne man die anderen bitten, leise zu sein, wenn man sich konzentrieren müsse. Hier habe man außerdem mehr Zeit, sagt die 11-Jährige. Diesen Eindruck hat sie vermutlich auch, weil nur ein Bruchteil des Heimschul-Alltages klassischer Unterricht mit Stillsitzen ist.

„Bei uns zu Hause ist ja rund um die Uhr Unterricht. Wenn wir im Supermarkt sind, frage ich die Kinder: Welche Möhren sind hier das beste Angebot? Auch wenn wir im Garten sind, lernen wir die ganze Zeit und das ganze Jahr über. Wenn wir einen Regenwurm finden, dann gehen wir rein und lesen was über Regenwürmer. Dann sagen wir nicht: Das machen wir jetzt nicht, weil Sommerferien sind.“

Der Wechsel an die öffentliche Schule steht bevor
Dagmar ist mittlerweile ihrem kleinen Bruder aufs Trampolin gefolgt. Ein Junge und zwei Mädchen tauchen am Gartentor auf. Hjalmar hüpft vor Freude noch höher. Damit ihre Kinder genügend soziale Kontakte haben, lädt Vibeke Schou oft andere Kinder zu sich nach Hause ein.

Diese drei Geschwister werden auch zu Hause unterrichtet. Deswegen ist es völlig normal für sie, sich nach kurzem Spiel im Garten mit an den Tisch zu setzen und Marthas Referat über das Weltall zu lauschen. Es geht unter anderem um den Urknall, der allen hier ein Begriff zu sein scheint, und um den dänischen Astronomen Tycho Brahe. Dagmar und Edith machen sich Notizen und heben den Finger, wenn sie Fragen haben.

Hjalmar hat sich auf den Schoß seiner Mutter gemogelt und hört gespannt zu. Auch er meldet sich: Er glaube nicht, dass Aliens Ufos bauen können, sagt er. Martha ist ganz seiner Meinung. Keiner macht sich über seine Bemerkung lustig.

Martha fängt im August in der zehnten Klasse einer öffentlichen Schule an und möchte im Jahr darauf an ein naturwissenschaftliches Gymnasium wechseln. Vielleicht werde sie Schriftstellerin, sagt Martha. Sie habe angefangen, alle Experimente, die sie machen, zu notieren, um daraus lustige Geschichten zu schreiben, von denen andere Kinder etwas lernen können. Vielleicht werde sie aber auch Astronomin.

A typical day/week in our Home School

People often ask us to tell about a typical home school day. So here we go. The main thing about home schooling, is that there is no such thing, as a typical day/week. You have the freedom to have a new plan everyday. But for us, there is a need to have a plan and the security of repetition.

Many years ago our oldest daughter asked to have a weekly schedule put up on the wall every week, so she would know what our plans were. So every week I make a new schedule and put up Sunday evening. Some things will continue to be on the schedule for a long time and others, are only one of events.

The subjects on the schedule is a mix of adult and child wishes. I have chosen that they do general subjects that keep their learning above public school level, so it would be easy academically to enter a public school, if we no longer are able to home school. But also to prepare them for high school or other later education of their choice. Then the children have chosen to have additional subjects, like Spanish, Latin and Chinese. Subjects and how often we have them can vary on our schedule. We can also have weeks where we do project work intensively.

Well, back to a typical day. Let’s start with today. Today we had a day at home. We try to ballance days out of the house and days at home. We often get to plan too much, especially trips and activities out of the house. That often leaves us exhausted and longing for a day at home to get back our energy and catch up on basic stuff. We also really like to get good food and to have time to eat. As a general rule, we try to stay at home in the daytime every second day.

We usually get up at around 7 am-8 am. Then we all do our chores, do our exercises and positive confirmations. The kids empty the dishwasher, they put away any clean dry laundry, they open the windows and air out the house to start of with a fresh oxygen filled house. In the evening I have put their books ready on the table, so they can start working when they are dressed and have done their personal hygiene. I hang up any wet laundry to dry and put on the washing machine with a new load. Then I do my exercises, while the kids do their individual schoolwork like math, Danish, English and German. I go to and from my exercises to help them when they get stuck and so goes the time until around 9 am-9:30. Then I usually get time to get dressed and get ready. I make breakfast, alone or with a kid who needs a break from school work. Then we sit down together and eat.

The smallest child pealed the bananas for the smoothie and went to the cellar to get frozen fruit from the freezer. He also chose who should have which glass.

We usually then do our common school work. That is the rest of the subjects, mentioned above. Today we did biology, Latin and biology project.

Biology is a common subject in our home school. On the picture we are using the book from Pirana and Politikens book Menneskekroppen. Today we were examining the function of the human organs.

For Latin we are currently using https://www.clc.cambridgescp.com/sites/www.cambridgescpcom/files/legacy_root_files/clc/webbooks/book1/index.html?p=1

I prepared bread in the kitchen while they worked on the Latin exercises, and then corrected them together with them.

Then the children worked on a movie for their youtube channel, while I prepared lunch together with the smallest child in the kitchen.

Test shot for biology movie.
Getting lunch ready.

Then we watched their work on the computer while eating, and decided on redoing it after eating. So we shot another section of the movie, until we were happy with the result.

Then the youngest child and I made a beetroot chocolate cake in the kitchen, while the oldest child edited the movie together and worked on her musical as well. The two middle children sewed on their costumes for a dance show they are planning.

Then we were expecting two good friends to come over for a sleepover, but unfortunately they had gotten the flu, so we had to eat the cake on our own. Don’t worry friends, if you read this, we will make a new one for you.

Gluten free beetroot cake.
Hot oat milk with cocoa powder and gluten free beetroot cake.

The at 3 pm we have quiet time until 4 pm. At that time you can do what you want to do – play on the computer, watch movies, talk to your friends on the phone, read, play outside or go where your imagination takes you. I meditate and drink tea.

Our oldest daughter did this lego project in quiet time. A Find Wally house.

Today we have a quiet evening. No spare time activities or work. We all enjoy having our meals together and being able to talk and relax in the evening with a movie or game together. The kids often work on creative projects in the evening, writing, sewing, knitting or drawing. They often also just play and make lots of noise and play music and dance.

We have a huge pile of second hand stuff for the kids to use in the living room and it brings about a lot of creativity.

So how does a typical week look?

A general example of our weekly schedule could look like this:

Weekly schedule february 2019.

The subjects at the bottom has stayed the same for a while, because it work well. We have a language a day, as the kids like languages. We have math and danish three days a week, because they got fed up with having it every day. We finish our books already in april every year anyway, so we manage to do enough work anyway, to be ahead of general curriculum. My work is on the schedule, so the kids know when I am not at home in the evening or daytime. The childrens newspaper route is also on the schedule, so we are able to make everything work out with the time we have available. Creative subjects are not on the schedule, as they are present in most things we do, and they infiltrate most other subjects. Project on thursday and friday is a new thing we are trying after the kids started a knowledge based youtube channel called : https://www.youtube.com/channel/UC2ECOh462jxQraolPZ53evw

At the middle of the schedule you see events that vary from week to week, like playdates, trips, hobbies, meetings and so on. The kids attend different sparetime activities outside the house like physics and chemistry, drama and ballet. They figure on the schedule on and off, when they have their seasons.

The weekend is also included, as we often go on educational trips together as a family in the weekend or visit friends and family.

Next week will be the winter holiday. Originally, when starting out home schooling, we did not separate school and spare time, but we have found that we have a need to do this. So we now have the same holidays as schools. The difference is just that we do not do the usual subjects, but mostly do trips and project work. This winter holiday we will work intensively on costumes, painting the barrel and go pick branches for our fastelavn celebrations. We are so looking forward!

Learning German

In most subjects we use a large mix of different books and other ways of learning. In German we have been so lucky to find a Donald Duck book in German and in Danish, so we can compare. We actually thought we could use it, as a translation, to look up words or phrases we were in doubt about. But no. We found out that the content of the text in the two different books were very different. The jokes were better in the German translation. As a basis, we use the Danish German system “Gut Gemacht”, mainly for grammar. We also stumble upon fun things like the Leiderbuch on the picture. We found that on a trip to Switzerland, in one of those switch books closets you find some places, where you can take a free used book.